Therapiemethoden

Mc Kenzie Methode

Ist eine international anerkannte Methode zur Behandlung der Wirbelsäule und Extremitäten. Es ist eine vorwiegend aktive Form der Eigenmobilisation z.B. der Wirbelsäule bei Bandscheibenvorfällen um die Nervenausstrahlung wieder zu zentrieren, indem das Bandscheibenmaterial in spezifische, vorher diagnostizierte Richtungen mobilisiert wird. Diese Methode bietet für alle Gelenke eine Behandlungsform.

PNF – Propriozeptive neuromuskuläre Fazilitation

Ist ein neurophysiologisches Behandlungskonzept mit dem Ziel Muskulatur und Nerven optimal miteinander zu trainieren. Es beinhaltet dreidimensionale Bewegungsmuster um umphysiologische Bewegungsmuster umzulernen.

Propriozeptionstraining

Basiert auf der Aktivierung der Tiefensensibilität in verschiedenen Gelenken, mit dem Ziel eine größtmögliche ökonomische Stabilisation und Koordination zu erreichen.

Koordinationstraining

Automatische Reflexe werden einerseits durch Verletzungen oder Schmerzen gestört, andererseits nimmt die Fähigkeit, den Körper zu koordinieren, mit zunehmendem Alter ab.

Im Rahmen des Koordinationstrainings werden durch gezielte Schulung die Rezeptoren des Gehirns und des Gleichgewichtssinnes trainiert, um schnelle Ausgleichsreaktionen wiederherzustellen.

Spiraldynamik

Die Spiraldynamik basiert auf einem dreidimensionalen Bewegungs-, und Therapiekonzept menschlicher Gelenksbewegung. Ziel ist es, die spezifische muskuläre Drehrichtung jedes Gelenks durch gezielte spiralförmige Übungen wiederherzustellen und dadurch zurück zu einer natürlichen Bewegung von Kopf bis Fuß zu finden.

In der Spiraldynamik werden die Entstehung von Schmerzen durch Fehlbelastungen exakt analysiert und neue Bewegungsmuster erlernt.

Funktionelle Bewegungslehre nach Susanne Klein-Vogelbach

Gründerin der Funktionellen Bewegungslehre ist Dr. med. Susanne Klein-Vogelbach. Als ehemalige Tänzerin war sie der Ansicht, dass gesunde Bewegung als schön empfunden wird, und dass somit alle

Menschen die Fähigkeit in sich tragen, bei ihren „Artgenossen“ gesunde Bewegungsabläufe von gestörten zu unterscheiden.

Darauf aufbauend, entwickelte Sie ein aktives Bewegungskonzept mit einer Vielzahl von therapeutischen Übungen und didaktischen Techniken mit hoher Praxisrelevanz.

Dehnung/Muskel-, Fasziendehnung

Voraussetzung für jede schmerzfreie Gelenkbeweglichkeit ist eine optimale Muskeldehnbarkeit. Erst die optimale Nachgiebigkeit der Muskel-Sehnen-Einheit ermöglicht dem arthromuskulären System die von der Gelenkigkeit zugelassenen Grenzen der Gelenkreichweite auszuschöpfen.

Wie oft, wann und wie lange gedehnt werden sollte, ist sehr spezifisch und zielorientiert von vielen Faktoren abhängig und wird im Rahmen der Therapie mit Ihnen erarbeitet.

Manuelle Therapie

Die manuelle Therapie ist eine Behandlungstechnik zur Verbesserung der Bewegung eingeschränkter oder versteifter Gelenke. Hierbei wird die Dehnbarkeit von Gelenkskapsel und umliegenden Gewebestrukturen verbessert und es wird deren Gleitfähigkeit wiederhergestellt.

Die manuelle Therapie ist schonend und wirkungsvoll. Sie besteht aus Traktionstechniken, Gleittechniken und Entspannungstechniken und erfolgt an der Wirbelsäule und den Extremitätsgelenken.

Faszientechniken

Faszien sind feine, zähe, bindegewebige Häute, die die menschlichen Muskeln, Knochen, Organe und Nerven einhüllen, um sie voneinander zu trennen. Faszien können verkleben, wenn es aufgrund von Verspannungen zu einem Stau der Lymphe kommt. Sie wirken auf unser vegetatives Nervensystem, da sie mit zahlreichen Nervenendigungen durchzogen sind. Verklebungen können daher nicht nur zu körperlichen Beschwerden führen, sondern auch zu innerer Unruhe, Stressgefühl und Unwohlsein. Ziel der Faszientechniken ist es, die Muskeln und deren umgebende Faszien durch sanften Druck und spezielle Dehnstellungen zu mobilisieren, um die Durchblutung und Gleitfähigkeit wiederherzustellen.

Triggerpunktbehandlung

Triggerpunkte sind lokal begrenzte Muskelverhärtungen, die in der Regel zu ausstrahlenden Schmerzen auch unabhängig des Entstehungsortes führen können („Reffered Pain“). Die Behandlung aktiver Triggerpunkte kann zu einer unmittelbaren Schmerzlinderung führen.

Atemtherapie

Die klinische Atemtherapie behandelt auf physischer Ebene Krankheiten und Funktionsstörungen von Lunge und Atemmuskulatur. Ziel ist der Abbau atemhemmender Widerstände, die durch Fehlatmung und unausgewogene Atemmuskulatur enstehen. Weiters bestehen direkte Zusammenhänge zwischen der Atmung und psychischen Veränderungen, wie beispielsweise Stress, Angst, Depression. Durch Harmonisierung der Atmung werden Herzfunktion, Blutkreislauf, Sauerstoffversorgung sowie die Ebene des Zentralnervensystems harmonisiert.

Craniosacrale Therapie

Die Craniosacrale Therapie ist eine aus der Osteopathie entstandene alternativmedizinische Behandlungsform, die zur Entspannung der Körperfaszien (bindegewebige Häute, die die menschlichen Muskeln, Knochen, Organe und Nerven einhüllen, um sie voneinander zu trennen) führt, indem sie das als CranioSacraleSystem (CSS) bezeichnete physiologische Körpersystem, welches unser Nervensystem umhüllt und schützt, behandelt. Das CSS besteht aus den drei Gehirnhäuten, der Liquorflüssigkeit und den Körperfaszien.

Viszerale Therapie

Die Viszerale Therapie ist ebenfalls eine aus der Osteopathie entstandene alternativmedizinische Behandlungsform. Sie behandelt das Zusammenspiel der inneren Organe mit dem Bewegungsapparat. Durch Verklebungen und eingeschränkte Beweglichkeit der inneren Organe können Schmerzen, Funktionsstörungen sowie Störungen des Stoffwechsels und des Immunsystems entstehen.

Durch sehr feine Techniken wird im Rahmen der Therapie die Mobilität der Organe untereinander und der umliegenden Gewebe verbessert, sowie der eigene Rhythmus der Organpulsation wiederhergestellt.

Ziel ist es, Verklebungen der Organe zu den umliegenden Strukturen aufzulösen, die physiologische Mobilität der Organe untereinander wiederherzustellen und die Selbstheilung zu aktivieren.

Yoga

Physiotherapie und Yoga werden meist als getrennt voneinander bestehende Disziplinen gesehen. Aus ganzheitlicher Sicht ist es hingegen besonders sinnvoll, die verschiedenen Elemente von Physiotherapie und Yoga zu kombinieren.

Für Yoga braucht man nicht unbedingt einen flexiblen und gesunden Körper. Jede Körperstellung kann bei künstlichem Gelenkersatz, Bandscheibenvorfällen oder Lähmungen adaptiert werden, ohne ihre Wirkung einzubüßen. Wesentlicher Schlüsselpunkt ist die korrekte Stellung der Körperteile zueinander und nicht, wie weit jemand in diese Stellung aufgrund seiner Flexibilität gelangt. Und Yoga besteht aus weit mehr als den bekannten Körperstellungen.

Die ursprünglich vorwiegend spirituell ausgerichtete Lehre modernisierte sich ab dem 20. Jahrhundert zu einer zeitgemäßen, ganzheitlichen Form der Harmonisierung und Therapie von Körper und Geist.

Progressive Muskelentspannung nach Jacobson (PMR)

Das Konzept stammt von Dr. E. Jacobson und ist sehr leicht zu erlernen.

Die Muskeln werden der Reihe nach bewusst angespannt und bewusst wieder entspannt. Zugrunde liegt hier das Gesetz der post-isometrischen Relaxation, das besagt, dass die Entspannung der natürliche Reflex des Muskels auf maximale Anspannung ist. Diese Technik kann im Sitzen oder im Liegen ausgeführt werden.

Autogenes Training

Das autogene Training wurde von Dr. J. H. Schultz entwickelt. Es beinhaltet sieben Schritte der Selbstanleitung zur vegetativen Entspannung. Benutzt werden hier Autosuggestionen, um verschiedene Empfindungen hervorzurufen:

  • Ruhesuggestion
  • Schweresuggestion
  • Wärmesuggestion
  • Atemsuggestion
  • Herzschlagsuggestion
  • Sonnengeflechtsuggestion
  • Stirnsuggestion

Diese Technik erfordert im Gegensatz zur PMR mehr Visualisierungs-, und Empfindungsvermögen.

Tiefenentspannung aus dem Yoga

Ist klar strukturiert, dauert etwa 30 Minuten und zielt darauf ab, durch eine schrittweise Entspannung in den Alpha-Zustand des Gehirns zu gelangen – ein Zustand, den die Menschen üblicherweise im Übergang zwischen Wachzustand und Schlaf erfahren. Dieser Zustand ist nicht nur von tiefer Erholung geprägt, sondern führt uns durch die Wahrnehmung und die Konzentration auf den Augenblick zu tiefer Entspannung.